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Archiv


38. Ausstellung

"bowl and hole"
Andreas Rohrbach zu Gast im C.W.O.
ATELIERFRANKFURT
Pförtnerloge II
Frankfurt am Main

Vom 06.05.2011 bis 16.06.2011

Objekte und Zeichnungen von Andreas Rohrbach zu Gast im c.w.o.
kuratiert von Sandip Shah
Der Bezug auf die Natur in den Werken von Andreas Rohrbach ist eine Konstante, die sich aber als gestalterisches Mittel hinter der Darstellung selbst zurücknimmt. Vordringlich ist die Ironie, eine Skurrilität oder eine sich dem Betrachter aufzwingende Obskurität des Werks, die sich aus dem Umgang und der Verfremdung der Natur ergibt.

(Text: Thomas Dörschel)

               




37. Ausstellung

"Ffm Grün"
C.W.O.
ATELIERFRANKFURT
Pförtnerloge II
Frankfurt am Main

Vom 25.02.2011 bis 07.04.2011

Wie facettenreich Stadtüberwachung verstanden werden kann, präsentiert Sandip Shah in seinem 2. C.W.O. – Projekt.

Aus dem Beobachtungsmaterial ist eine Hommage an die Mainmetropole geworden.

Mit Chlorophyll angefüllte Häuser, Strassen, Büsche und Flußläufe flirren auf Shah´s Gemälden in allen Grünschattierungen wie eine atmende pralle Sommervegetation. Wabernde, ursprünglich erkennbare Gegenständlichkeit pulsiert unaufhörlich im Bildraum und löst sich meist in abstrakten Farbfeldern auf. Sie sind gestützt von digitalen Strukturen und unterliegen einer ganz eigenen Dynamik.

In seinen neuesten Arbeiten verschließt der Künstler diesen lebendigen Mikrokosmos unter einem dicken Acrylglas.

               



36. Ausstellung

"C.W.O. Ffm"
Von Sandip Shah
ATELIERFRANKFURT
Pförtnerloge II
Frankfurt am Main

Vom 06.05.2010 bis 15.06.2010

Im November vergangenen Jahres übernahm Sandip Shah die Pförtnerloge II im Atelierfrankfurt und eröffnete hier sein Stadtüberwachungsbüro (CWO)

 

Obwohl der gesamte Gebäudekomplex des früheren
Polizeipräsidiums in Kürze städtebaulichen Veränderungen
weichen muss, renovierte der Künstler auf eigene Kosten
diesen heruntergekommenen ehemaligen Kontrollraum neben der Einfahrt und schafft damit einen der kleinsten Kunstorte  Frankfurts.

Noch einmal vor dem Abriss erinnert nun die versteckte
ehemalige Schaltzentrale deutlich an ihre ursprüngliche
Bestimmung.

Eine antiquarisch anmutende technische Anlage,
Sicherungen, Knöpfe und Sichtfenster deuten vor Ort auf
längst veraltete Mittel der Sicherheitsüberwachung des
vorigen Jahrhunderts.

All das steht im C.W.O. aktuell im Kontext zu den vielfältigen neuen Beobachtungsvarianten in unserer heutigen
Gesellschaft.

In Installationen und Ausstellungen werden hier künftig die unterschiedlichsten Spielarten des Hinsehens und
Aufpassens in unserer Zeit thematisiert, vom Anschauen bis
zum Ausspähen. Das C.W.O lässt Raum, die
unterschiedlichsten Interpretationen und Methoden
auszutesten und interaktiv zu erforschen.

 

Sandip Shah, der in seinen Kunstprojekten bereits seit 10 Jahren das urbane Außenleben  untersucht, bietet in der Pförtnerloge II eine Plattform auch für Künstlerkolleginnen und Kollegen, die wie er zur Stadt und ihren Bewohnern Stellung nehmen  - experimentell, spielerisch, kritisch, politisch, soziologisch........

Ohnehin ist jeder Künstler bei seiner Arbeit auch immer ein Beobachter.

 

Für das erste Projekt haben sich 15 Frankfurter Künstler bereiterklärt, filmisch „observieren“ zu lassen. Die Ergebnisse werden zusammen mit ihrer Kunst gezeigt.

               



35. Ausstellung

"Citywatch"
Von Sandip Shah
Regional Galerie Südhessen
Regierungspräsidium Darmstadt

Vom 06.05.2010 bis 15.06.2010

Sandip Shahs Städte sind alles andere als festgefügte steinerne Architektur. Sie kennen keine harten Konturen, erscheinen als energetisch hochgeladene Gebilde, bestehen aus Protuberanzen, Strömungen, starkfarbigen, organisch geformten Spots. Durch ihre grobteilige Schematisierung erinnern die zerfließenden Veduten und Snapshots zuweilen an elektronisch erzeugte oder modifizierte Darstellungen. Sie lassen beispielsweise an Infrarot-Bilder denken, an Echolot-Diagramme oder an stark nachbearbeitete, 'verpixelte' Digitalfotografien.

 

Mit ihren pulsierenden, ausufernden Flächen porträtieren die Gemälde nicht das Äußere der Metropolen, sondern deren 'innere' vielgestaltige Lebensenergien. Die Cities wirken wie ein ständiger Transit. Besonders deutlich wird das Moment des Flüchtigen bei Straßenszenen mit Passanten und dichtem Verkehr oder etwa bei Ansichten eines geschäftigen Hafens.

 

Der transitorische Charakter der schnellebigen Stadtlandschaften läßt sich auch aus dem Entstehungsprozeß der Gemälde erklären: Sandip Shah benutzt als bildnerische Vorlage Videos, die er im Bild sozusagen malerisch neu zusammenschneidet. Aus Film-Stills, die aufnahmetechnisch bedingt oft unscharf erscheinen, entwickelt er verwischte, verwirrende Stadt-Panoramen, die sich der schnellen Erfassung widersetzen. Die Stadt unterliegt einer visuellen ‚Unschärferelation’. Ihre weder zu bändigenden noch zu kalkulierenden Formen lassen sich auch symbolisch auslegen: Sie spielen möglicherweise an auf die vielzitierte Unübersichtlichkeit heutiger urbaner Gesellschaftssysteme, sind vielleicht ein Zeichen für die Großstadt als Bühne unberechenbarer Paradoxien und einer Vielzahl von menschlichen und sozialen Realitäten.

 

Vielfach verarbeitet Sandip Shah in seinen Gemälden Videos, die von Überwachungskameras aufgezeichnet wurden. Die Herkunft der Spots verleiht den Städten im Bild eine vielschichtige Bedeutung: Die Observation im öffentlichen Raum dient der exakten Protokollierung. Überwachungsfilme nageln potentielle Täter, potentielle Opfer - und zufällige Passanten - auf Ewigkeit fest, sie schaffen eine zuweilen bedrückende Transparenz. Sandip Shah konterkariert dieses Programm. Er verunklärt die Bilder der allgegenwärtigen elektronischen Argusaugen. So überwindet die Kunst symbolisch die Überwachungsmaschinerie, die private Momente durchleuchtet und den heutigen Alltag in offener oder verborgener Weise bestimmt: Verweist die unkontrolliert scheinende Anhäufung von Kontrolldaten auf einen gleichermaßen ängstlichen wie übermächtigen Staat und auf einen unerschütterlichen Glauben an funktionstüchtige "Prävention", symbolisiert die Kunst Sandip Shahs mit ihren Verfremdungen und Verunklärungen ein subversives visuelles Schreddern und Verfremden ausspionierter Ansichten.  

 

Shah beschränkt sich nicht auf politisch verordnete Kontrollzwänge. Seine Kunst der Unschärfe und der Rückverwandlung von Information in organische Formen antwortet auch digitalen Allmachtsphantasien jenseits staatlicher Institutionen. So lassen einige Darstellungen aus der Vogelperspektive unmittelbar an Luftbilder aus der Datenbank von "Google Earth" oder anderen kartographischen Internet-Projekten denken. Solchen Versuchen, den gesamten Globus 'objektiv' zu inventarisieren, stellt Sandip Shah programmatisch eine handgemachte, subjektive, unkalkulierbare Kunst entgegen und untergräbt den allgegenwärtigen Fetisch von digitaler Weltbeherrschung.

 

Das Phänomen 'lückenloser' Überwachung überdenkt Sandip Shah auch mit seinen multimedialen Installationen auf ironische Weise. Hier observieren Kameras Gemälde, die maskenhafte, schematisierte Physiognomien zeigen. Übertragen werden die Aufzeichnungen auf Monitore, die neben den Originalen aufgestellt sind. Im Zeitalter von biometrischem Paßbild, Retina-Fotografie und "Nacktscanner" läßt Sandip Shah mit seinen malerisch bis zur Unkenntlichkeit entstellten Gesichtern das bekannte Muster von Beobachtung und permanenter eindeutiger Identifizierung symbolisch leerlaufen. Die Ausstrahlung von Interviews mit Persönlichkeiten aus dem Kulturbetrieb, die sich kritisch mit dem Phänomen der Überwachung auseinandersetzen, begleitet die Physiognomien, die sich der Erfassung 'widersetzen'.

 

Bei diesem Arrangement kommt der Kunst eine merkwürdige Doppelrolle zu: Einerseits erscheint sie in Gestalt der verfremdeten Porträts als Methode, sich der Überwachung durch 'Verschleierung' zu entziehen. Andererseits wird sie durch die Kameras selbst zum observierten Objekt.

 

Genau diese Ambivalenz betrifft auch den Besucher der Installation. Er ist distanzierter Betrachter eines künstlerischen Originals und eines filmischen Abbild. Sobald er jedoch die Werke mustert, tritt er in die von Kameras überwachte Zone und steht selbst wiederum unter Beobachtung. Der Dialog mit dem Kunstwerk spiegelt so die Doppelrolle von handelndem Subjekt und 'erfaßtem' Objekt, die heutzutage prinzipiell das Leben in den Städten bestimmt. 

 

Mit der symbolträchtigen Verschleifung von Privatsphäre und allgegenwärtiger Überwachung experimentiert Sandip Shah seit vielen Jahren. Seine "Bewohnte Kunstinstallation" in Darmstadt, ein auch als Wohnung genutzter Ausstellungsraum mit großem Schaufenster, verweist auf die existentielle Verbindung von Kunstwerk und Künstler. Gleichzeitig vermischt sie programmatisch Kunstbetrachtung und observierenden Voyeurismus. Mit der "bki" vesetzt Sandip Shah die Kunst mitten ins städtische Leben und antwortet spöttisch auf  die "Big Brother"- Mentalität unserer Tage. Genau diesen Grundgedanken greifen seine Stadtansichten und Installationen auf. Die Arbeiten mischen sich ein, sie überwachen "zurück". Sie überlassen die mit der digitalen Überwachung der Welt neu entstandene Bilderflut nicht fraglos unsichtbaren Kontrolleuren, sondern nutzen sie, um mit 'verrauschten' Bildern die Macht der multimedialen Erfassung von Welt ironisch auszuhebeln und die nötigen Freiheitsgrade einer Gesellschaft zu reflektieren.

(Text: Dr. Peter Joch 2010)

          


34. Ausstellung
Sandip Shah'S
Citywatch Office
Projekt:
"Florian Heinke, Frankfurt a.M.“

Vom 04.10.2009 bis 15.12.2009

Einführung: Video Interview mit Florian Heinke und Sandip Shah
Im Oktober startet in der bewohnten Kunstinstallation in Darmstadt eine neue Projektreihe mit dem Namen „Citywatch Office.“ 

Ab sofort werden hier Persönlichkeiten aus der Kunst- und Kulturszene und deren Lebensraum nacheinander jeweils in einem facettenreichen Gesamtportrait vorgestellt.

Zentrales Thema dieser künstlerischen Arbeit von Sandip Shah ist dabei nach wie vor das Phänomen der Überwachung in unserer Gesellschaft, das er seit geraumer Zeit in verschiedenen Variationen durchspielt.

Nach langen intensiven Vorbereitungsarbeiten verwandelt Shah das b.k.i. in eine Schaltzentrale, ein Büro, in dem sich verschiedenen ebenen der Beobachtung vernetzen. Von hier aus werden visuelle Recherchen koordiniert.

Malerei, Video und Installation entfachen in „Citywatch Office“ die kontroverse Diskussion um die Grenzen und Brüchigkeit unseres alltäglichen Kontrollwahns neu. Auseinandersetzungen um die zweifelhafte Wahrheit der Bilder werden damit geschürt.

Shah´s erstes Überwachungs-Opfer ist der Maler Florian Heinke, geboren 1981,

Städelabsolvent. Sein Lebensraum ist Frankfurt am Main.

Er ist überregional bekannt durch seine konsequent grafischen schwarz-weiß Gemälde, die er als Poesie beschreibt. Autobiografische Texte mischen sich auf seinen Leinwänden mit literarischen Statements. Große Lettern korrespondieren mit kontraststarken, dunklen plakativen Stills. Es sind Schnappschüsse eines nach außen gekehrten privaten Lebens, gebrochene Romantik, die Heinke mit englischen Botschaften überschreibt.

Sandip Shah hat einen Paparazzifotografen auf seinen Kollegen Heinke angesetzt, ein Interview mit ihm gemacht, heimliche Videos gedreht und ihn und seine Stadt an hand von Observierungen transformativ gemalt.

Ergänzt wird diese ungewöhnliche Annäherung an eine Person letztendlich dann noch durch Florian Heinke´s Bilder selbst, in denen auch er sich immer im Visier hat.

Ob mittels Überwachung lang gehütete Geheimnisse tatsächlich transparent gemacht werden können, bleibt offen, denn jedes noch so authentisches Bild klebt letztlich nur an der Außenhaut.

Im  Fall Florian Heinke dürfte diese allein aber auf jeden Fall schon spannend genug.

          


33. Ausstellung

"Weihnachten 08"

b.k.i.

07.12.2008 bis 11.01.2009

Sandip Shah liebt die Abwechslung. Zeitliche und räumliche Überschneidungen faszinieren ihn ebenso wie Parallelereignisse. In diesem Jahr pendelte er wegen seines Stipendiums monatelang zwischen Antwerpen, Frankfurt und Darmstadt. Er lebte aus dem Koffer, malte seine großformatigen Ölbilder im Antwerpener Künstlerhaus oder an zugigen improvisierten Orten und überwachte mit der Kamera großstädtisches Leben. Jetzt ist Sandip Shah zurück in seinem b.K.i. und es kehrt vorübergehend Ruhe in sein Leben ein. Ab Sonntag dem 2. Advent inszeniert er für sich, seine Freunde und interessierte Gäste ein gemütliches Weihnachtszimmer. Aus den Ateliers verschiedener Künstlerkolleginnen und Kollegen sucht er sich hierfür Werke zusammen, mit denen er neben seinen eigenen in den nächsten Wochen wohnen möchte. Es wird eine spannende Mischung werden, wenn Shah dem traditionellen überbordenden Festtagsglanz aktuelle Kunst unmittelbar gegenüberstellt. Arbeiten von Fides Becker, Bea Emsbach, Werner Neuwirth, Julia Philipps, Herbert Warmuth, Corinna Meyer und Sandip Shah werden bei dem Experiment dabei sein. Für Menschen, die in Zeiten der Rezension Geschenke von bleibendem Wert suchen, wird die bewohnte Kunstinstallation in der Weihnachtszeit ein Ort sein, an dem fündig werden. Jeden Sonntag lädt der Hausherr zu besinnlichem Kunstgenuss, Honigkuchen und Tee ein.

          


32. Ausstellung

"secret observer"

Air Antwerpen Showroom

02.10.2008 bis 06.10.2008

The multidisciplinary artist Sandip Shah sets to work as a 'secret observer' for his projects. Unbeknown to his surroundings he is filming. He films the cmings and goings in the Antwerp locks, the movements of the ships on the river, and the city streets. His camera captures everything, uncensored. It is from this material that Shah selects stills, which form the basis for his paintings. He closely examines these images of captured moments that would normally escape our perception and grants these moments an independent, individual identity. In his AIR exhibition Shah presents video-installations, canvasses and countless stills, which evoke images from surveillance videos.

          


31. Ausstellung

„Belgian-GERMAN TOILET MEETING"

b.k.i.outdoor-project Sandip Shah

Start:
8 Pm
22 August 2008

Artists:

Johan De Meulder
Gerard Leysen
Maarten Wagemans
Larsen Bervoets
Wout Schildermans
Sara Pessoa
Sandip Shah
Sandra Mann
Deniz Alt
Hans Petri
Specialguests:
Fides Becker
Martin Neumaier

 

Toiletten hebben een lange traditie in het menselijk geschiedenis. In het oude Rome waren dit plekken die dagelijks gebruikt werden om te communiceren, maar nu zijn wc's vooral onpersoonlijke en genegeerde intieme cellen.
AIR-resident Sandip Shah ontdekte in de oude sasmeesterwoning ook zo'n prachtige plek. Dit motiveerde hem om de frequent gebruikte toiletten om te bouwen tot een bruikbare kunst-installatie.
Zoals tweemaal in Frankfurt creëerde hij een concept dat refereerde naar deze situatie.
Hij nodigde Belgische en Duitse kunstenaars uit om voor enkele dagen samen met hem de toiletruimte te transformeren en zo een permanent document achter te laten van een netwerk. 

 

Toiletten haben eine lange Tradition in der Geschichte der Menschheit. Während das Volk im antiken Rom diese Plätze öffentlich für seine täglichen Unterhaltungen nutzte, sind WC’s in unserer Zeit oft nur unpersönliche, vernachlässigte Intimzellen.
Der air Stipendiat Sandip Shah entdeckte auch im alten Schleusenhaus in Antwerpen einen dieser wunderbaren Orte, der ihn herausforderte, eine stark frequentierte Toilette in eine benutzbare Kunstinstallation zu verwandeln. Wie bereits schon zweimal in Frankfurt konzipierte er ein situationsbezogenes Gemeinschaftsprojekt. Er lud belgische und deutsche Künstler ein, mit ihm für wenige Tage in der Toilettenanlage auf engstem Raum zu arbeiten, um dauerhaft ein Dokument der Vernetzung zu hinterlassen.

 

Toilets have a long tradition in the history of mankind. Whereas people in ancient Rome daily used these places to communicate, in current times WC’s mostly are impersonal intimate cells.
Sandip Shah, the air scholarship  holder, discovered  one of those wonderful  uncared-for places in the old sluice house. This provoked him to transform a much frequented toilet into an usable art-installation. As he had done twice in Frankfurt, also in Anwerpen he created a projekt refering the situation. He invited german and belgian artists to work with him for a few days in the toilet area, resulting in a permanent common dokument of network.


30. Ausstellung

22.06. bis 19.10.2008

"Antwerpen Transfer", Projekt: Sicherheitsbüro

Seit mehreren Jahren observiert Sandip Shah an verschiedenen Orten Menschen und das pulsierende Leben mit der Kamera. Er sammelt umfangreiche Videoaufzeichnungen für seine multimedialen Installationen. Aus zunächst entschleunigten schwarz-weiß Videostills entwickelt er später auf der Leinwand vibrierende Farbportraits. Er zerlegt in seiner Ölmalerei die digitalen Schichten der Persönlichkeiten und fügt sie wie verschlüsselte, individuelle Fingerabdrücke wieder zusammen.

Ab Juli arbeitet der Künstler in Antwerpen. Im Rahmen des Artist in Residence Programms des Kulturamtes der Stadt Frankfurt hat er ein Stipendium und lebt in einem ehemaligen Schleusenhaus. 3 Monate erkundet er die belgische Hafenstadt und bewegt sich auf fremdem Territorium. Das Projekt „AntwerpenTransfer“ bezieht sich auf eine Vernetzung zwischen Darmstadt und der belgischen Hafenstadt.

Im b.K.i. zeigt er Bilder und Videos des letzen Jahres, eine Live Überwachung mit 4 Kameras und die aktuellen Arbeitsergebnissen seines Auslandsaufenthaltes.

Er schickt fortlaufend Datenmaterial in die bewohnte Kunstinstallation. Schwarz- weiß Ausdrucke und neue Filme füllen nach und nach das Schaufenster und vermischen sich mit dem bisherigen Werk.


29. Ausstellung

16.03. bis 27.04.2008

"AIRFIX", Projekt : Jagdzimmer

Seit knapp einem Jahrzehnt setzt sich Eva Schwab malerisch mit ihrer Lebensgeschichte auseinander und forscht in den Schatten der Vergangenheit.

Unaufhörlich durchforstet sie für ihre Arbeit alte Fotoalben und hinterfragt bewahrte Zeugnisse des scheinbar unberührten Glücks.

Längst abgelegte Bilder, stereotype Szenen, entdeckt sie neu und spürt ihre innere Wirklichkeit auf.

In ihren wachsdurchtränkten Leinwänden gräbt die Künstlerin nach der Diskrepanz zwischen heimeliger Idylle und erlegter Beute. Tradition und Ritual schlagen um ins Unheimliche, wenn Eva Schwab im Fundus der Erinnerung blättert.

In der bewohnten Kunstinstallation inszeniert Sandip Shah für die Künstlerin ein assoziatives Jagdzimmer.

Zwischen Bärenfell und Waffenschrank finden Schwab´s "Familienrückblicke" Platz,  Malereien, die ihren  Ursprung  in frühen Kindheitserlebnissen bei den Grosseltern im Burgenland haben.

Während sich die Bedingungen und Sichtweisen in unserer Zivilisation stets verändern, funktionieren hier Installation und Malerei als kulturelles Gedächtnis.

 

Eva Schwab ist 1966 in Frankfurt geboren, studierte bei Markus Lüpertz in Düsseldorf und lebt heute wieder in Frankfurt.



28. Ausstellung

21.10.2007 bis 01.02.2008

„Bombay Connection“
Projekt: Store


Während meines letzten Verwandtenbesuches in Indien, beim Einkauf mit Tante Kokila, der Schwester meines Vaters, reifte die Idee zu einer Store Installation im b.K.i. in Deutschland.

 Verkäufliche Götter neben Comics, alltägliche Ornamentik neben Reiskörnern und mittendrin aktuelle künstlerische Standpunkte, Werke von indischen und deutsch-indischen Künstlern.

Diese Gegenüberstellung war mein Konzept. Meine Gäste in diesem Projekt, das seine Wurzeln in Bombay hat, sind  Menschen mit einer biografisch bedingten Nähe zu Deutschland. Ihre Beheimatung jedoch liegt zum Teil weit außerhalb ihres gegenwärtigen Lebensraums. Sie haben selbst, oder durch ihre Väter, Mütter und Geschwister den endlosen Weg in einen fremden Kontinent erfahren. Er dauert länger als neun Stunden Flugzeit.

Denn: „Eigenschaften ändern sich, das Wesen bleibt“ (altindische Weisheit)

Mit:

Nitin Chhabildas Shah
Fotografie(Bild links),
Bombay
Ragunath Vasudevan
Fotografie
Frankfurt a. M./Bombay
Sandip Shah
interdisziplinäre Kunst
Darmstadt/Frankfurt a.M.
Ashok Kapur
Zeichnung
Stuttgart
Ruby Sircar
Fotografie/Installation
Wien


27. Ausstellung

ab dem 13.10.2007

2. Klo-Projekt von Sandip Shah

b.k.i. Outdoor Projekt
Galerie Perpetuel
Oppenheimer Strasse 39
Frankfurt am Main

Die Variationen des stillen Örtchens
sind in der Kulturgeschichte der Menschheit enorm.
Während man anfangs noch sein Geschäft
im Acker vergrub, reicht die spätere Entwicklung
über das öffentliche Plumpsklo hin bis zum heute
bekannten hygienischen Wasserklosett. In diesem Kontext
organisiert der Künstler Sandip Shah bereits das
2. Klo-Projekt in Frankfurt am Main. In der Toilette der
Galerie Perpetuel drängen sich auf 2 Quadratmeter die
Arbeiten von ca. 15 KünstlerInnen.

Der Besuch des kleinen Nutzraumes wird zum Seherlebnis.

Namen der Künstler:

Edwin Schäfer

Hans Petri

Sandra Mann

Mathias Völker

Deniz Alt

Sandip Shah

Werner Neuwirth

Natalie Goller

Annette Babel

Bea Emsbach

Jörg Simon

Denis März

Eva Köstner

Stefan Bressel

Ekrem Yalcindag


26. Ausstellung

ab dem 24.08.2007

Männerklo
b.k.i. Outdoor Projekt im
Keller der Freitagsküche
ATELIERFRANKFURT
Hohenstaufenstrasse  27
Frankfurt am Main

Geöffnet: jeden Freitag ab 20 Uhr
simultan zur Freitagsküche

Ob der in unserer Kulturgeschichte bekannte
Feuchtraum Toilette, Bedürfnisanstalt oder
Abort genannt wird, immer ist es ein abgeschiedener
Ort, der primär der Aufnahme menschlicher
Ausscheidung dient. Öffentlich genutzt gerät
er oft zum stark frequentierten stinkenden Schandfleck.

Im Männerklo der Freitagsküche schärfen
acht Künstler aus Frankfurt und Umgebung durch fest
installierte Arbeiten den Blick auf die ebenso verkommene 
wie notwendigerweise begehrte Undergroundanlage:

Hans Leo Rohleder
Florian Heinke
Edwin Schäfer
Sandip Shah
Hans Petri
Jörg Simon
Nikolaus Heyduck
Dirk Krecker
Ralf Schmitt
und Sandra Mann


25. Ausstellung

29.04. bis 01.07.2007

5 Jahre bewohnte Kunstinstallation
Projekt : Museum

Befragt man den ehemaligen Städelstudenten und Schüler der Klasse Nitsch, womit er sich neben seiner eigenen Malerei, seinen Videoarbeiten und Installationen noch beschäftigt, so antwortet er: „mit der Kunst“. Gemeint ist: Kunst im Kontext.

Und man nimmt es ihm sogar ab.

Im April 2002 eröffnete er seine bewohnte Kunstinstallation in Darmstadt, Lauteschlägerstrasse 5a. Circa 1 Jahr dauerte damals die Projektplanungsphase, bis Shah endlich nach Umbauten in dem von Fußgängern stark frequentierten Martinsviertel seine Schaufensterwohnung beziehen konnte.

Seither verwandelt er sein Wohnzimmer in eine sich ständig wechselnde offen einsehbare Bühne.
Jetzt zum 5-jährigen Jubiläum blickt Shah zurück auf über
20 b.K.i. Ausstellungen, 11 verschiedene
Rauminstallationsprojekte, 4 große Outdoor Aktionen,
5 Schaufensteressen, 17 spezial Events, mehr als
160 Künstlerpräsenzen und gigantisch viel Arbeit.
Das ungewöhnliche und abwechslungsreiche Programm hat
schnell dazugeführt, dass das b.K.i. auch überregional
bekannt wurde und Besucher jenseits der großen
Musentempel  anlockt.

Mal inszeniert der Künstler Sandip Shah ein Kinderzimmer und zeigt Malerei von jungen Müttern, dann richtet er ein Schlafzimmer ein, in dem sich schon bei der Eröffnung eine Schöne im Bett räkelt. Auch scheut er sich nicht eine komplette Sammlung ins Haus zu holen, zu der dann Prof. Daniel Birnbaum über die Neurosen der Sammler referiert. Bei einer Aktausstellung ließ er einen Chirurgen über Knochen- und Muskelaufbau zu Wort kommen und in der Bush-Bar, in der es um Terror Romantik ging, wurden Hamburger nach Westernart gereicht. Um nur einige Beispiele zu nennen.

Alles ist möglich in diesem Kunstraum. Selbst Shah’s
Haustier, die Schildkröte Ivan war schon Gegenstand einer Kunstaktion von Ralf Schmitt. Denn Shah’s Credo lautet: Kunst sollte in ihrer Entstehung, ihrer Präsentation und ihrer Rezeption möglichst dicht mit dem „richtigen Leben"
verflochten sein.
Sämtliche Konzepte für die Installationen entwickelt Sandip Shah selbst. Dabei integriert  er andere Künstler oder deren Werke soweit sie den Themenkontext erfüllen.
Seit 5 Jahren  realisiert Shah  alle Projekte ohne jegliche Sponsoren selbst ohne Unterstützung der Stadt Darmstadt. Trotzdem schafft er eine leistungsstarke Kunstvermittlung und Vernetzung.
Die Jubiläumsausstellung widmet er allen
Künstlerkolleginnen und Kollegen, die ihm im Laufe der Zeit Schenkungen überlassen haben. Er zeigt eine Ansammlung von überwiegend kleinen, unprätentiösen und persönlichen Werken von Zeitgenossen, Berufsgenossen,
Leidensgenossen, Ateliergenossen also:  Art- Genossen.

Shah fasst diese Schau zu einem Museumsprojekt zusammen und dokumentiert damit ein Stück ungeschriebene
Gegenwartsgeschichte.

Die meisten Geschenke stammen von Künstlern aus dem Raum Frankfurt/ Darmstadt, aber es gab auch Geschenke aus Berlin, New York, Stuttgart, Paris.

Die Küstlerliste ist lang:

Deniz Alt - Gilbert Bender - Stefan Bressel - Doris Burghardt
Ute Döring - Bea Emsbach - Nathalie Grenzhaeuser
Verena Guther - Paul Hermann Gruner - Jörn Heilmann
Nikolaus Heyduck - Kurt Wilhelm Hofmann - Adam Jankowski
Jaró - Christoph Kappesser - Beate Katz - Berit Klahsen
Franziska Kneidl - Eva Köstner - Géza Kovács
Caroline Krause - Elke Emmy Laubner - Jürgen Lorenz
Sandra Mann - Corinna Mayer - Bernhard & Meyer 
Daniel Amadeus Michel - Margot Middelhauve - Sonja Nagel
Werner Neuwirth - Dogan Özdogan - Hans Petri
Julia Philipps - Hannes Pohle  - Beatrix Pohle-Stiehl
Patrick Reischel - Roger Rigorth Hans-Leo Rohleder
Edwin Schäfer - Ralf Schmitt - Frank Schylla - Sandip Shah
Zuzanna Skiba  - Manfred Staudt - Volker Steinbacher 
Jan Theissen - Cornelia Thomsen - Stefanie Trojan
Mathias Völcker - Eva Weingärtner


24. Ausstellung

25.02.2006 bis 09.04.2007

„Bea Emsbach & Edwin Schäfer“
Projekt : Gästezimmer

Galeristen verlassen Darmstadt, um anderswo an großstädtischem Flair teilzuhaben, die Braun-Design Sammlung ist nach Kronberg abgewandert und Beuys droht im Landesmuseum demnächst buchstäblich weggeputzt zu werden.

Derweil zieht Sandip Shah sein Konzept durch, immer wieder aktuelle Kunst  und Künstler nach Darmstadt zu holen und präsentiert diese in wechselnden irritierenden Aktionen.

Das erste Projekt des neuen Jahres ist ein Gästezimmer, zu dem er ein Paar eingeladen hat: Bea Emsbach und Edwin Schäfer. Die beiden Künstler sind privat fast 17 Jahren zusammen. Sie wurden beide Jahrgang 1965 geboren und leben in Offenbach, wo sie auch beide an der H.f.G. studiert haben. Ihr Arbeitsschwerpunkt ist ursprünglich die Zeichnung, in der das menschliche Wesen zwischen Paradies und Albtraum seinen Platz hat und Labyrinthe ausschließlich  aus der Linie wachsen.

Für circa acht Tage wird das Paar in der bewohnten Kunst Installation sein Lager aufschlagen und dort nach Bedarf arbeitend leben.

Bea Emsbach, die Sezessionspreisträgerin von 2003 zieht zuerst ein. Sie entwickelt seit einiger Zeit kleine fleischfarbene menschliche Skulpturen, an denen sie auch im b.K.i. formen wird. Parallel dazu kommuniziert sie von Darmstadt aus einige Tage mit Edwin Schäfer  nur per Fax. Denn der wird sich aus Salzburg zuschalten, wo er  zu diesem Zeitpunkt noch  ein Stipendium hat. Nach diesem interaktiven Kunstprozess treffen beide vor Ort  im b.K.i. zusammen, organisieren mit Sandip Shah den Raum und fügen ihre Werke zu dem für sie schlüssigen Konzept aneinander.

Das ungewöhnliche Künstlerpaar arbeitet in dieser Installation ebenso vernetzt wie emanzipatorisch eigenständig. Was daraus entsteht, ist noch offen.

Eröffnung: Sonntag, den 25. Februar 2007

Einführung: Dr. Peter Joch, Direktor der Kunsthalle Darmstadt


23. Ausstellung
03.12. 2006 bis 28.01.2007
"Ware Kunst bis 250,- " - Projekt : Galerie

Deniz Alt, Dieter - Otto Berschinski, Nathalie Grenzhaeuser, Nikolaus Heyduck,  Kurt Wilhelm Hofmann, Franziska Kneidl, Eva Köstner, Caroline Krause, Corinna Mayer, Sandip Shah, Mathias Vatter und Mathias Völcker

Es geht aufwärts in Deutschland, trotz Massenarmut. Dieser Dezember soll der umsatzstärkste Monat des Jahres werden, denn die Mehrwertsteuererhöhung steht vor der Tür ebenso wie das Fest der Liebe und des Schenkens.Doch wie steht´s derzeit mit dem Kunstkonsum? Dieser Frage geht der Künstler Sandip Shah in seinem neuen b.K.I. Projekt nach. Erstmals thematisiert er in einer Installation die Kunst im kommerziellen Kontext und richtet eine Interimsgalerie ein. Ein leerer Raum, die Werke, die Preisliste. Das ist alles. Zwar wissen Insider, dass in der Branche auf internationaler Ebene Kunst längst wie an der Börse gehandelt wird, weil Kapitalkräfte jeder Couleur die Preise in Schwindel erregende Höhen peitschen und Künstler dabei Gefahr laufen selbst zur Ware zu werden. Doch Shah spielt in seiner Inszenierung eher die kleinen privatwirtschaftlichen Marktplätze der Kunst nach, die Galerien, die ein verkaufsorientiertes Produktsortiment im Angebot haben. Selbstverständlich träumen auch hier Galeristen wie Käufer davon, Ware von steigendem Wert zu erhaschen. Qualität definiert sich durch die Nachfrage. In Sandip Shah´s Galerieprojekt ist eines anders. Er bietet die Werke in seiner bewohnten Kunstinstallation demokratisch zum Kauf auf an. Dabei lässt er den Gästen viel Freiraum eigene Wertmaßstäbe zu entwickeln, denn alle Künstlerinnen und Künstler werden auf gleicher Augenhöhe präsentiert. Alle haben irgendwann einmal die gleiche kunstakademische Ausbildung zwischen Dürer- und Daimlerstrasse im Städel (Frankfurt) absolviert. Und alle Arbeiten kosten maximal 250,- €. Besucher können so bei Entschlossenheit günstig wahre Kunst erwerben und warten bis die Aktien steigen.

 


22. Ausstellung

14.08.2006 bis 10.3.2007
b.k.i. outdoor Projekt:
"Sicherheitsbüro"

Interaktive Videoinstallation
In der Pförtnerloge des AtelierFrankfurt

von Sandip Shah

Seit die Ateliers im Frankfurter Polizeirevier Einzug gehalten haben, ist die Pförtnerloge meistens verwaist. Es gibt keine Kontrolle, kein Wachpersonal, kein Empfang und auch keine Ordnungshüter mehr in dem ehemals feudalen Entrée des stillgelegten Amtes. Jetzt wird dieser Unort der Kommunikation in einer Kunstaktion von Sandip Shah wieder seiner ursprünglichen Bestimmung zurückgegeben. Doch statt einem dienstverpflichteten Portier beobachtet exakt, diskret und leise eine Videokamera die Geschehnisse in der Eingangshalle. Rund um die Uhr wird jede Bewegung registriert. Ohn-menschlich, beharrlich und zum Sach- und Personenschutz!

Der Hausbesucher  bleibt dabei allein und unbehelligt. Im Zwiegespräch mit big-brother begegnet er nur sich selbst, seinem Ego, seinem Spiegelbild auf der Mattscheibe. Eitelkeit, Narzissmus und ein feeling von :“ to be a superstar“ werden beflügelt von der vertrauten Erscheinung auf dem Monitor. Ganz nebenbei hinterlässt das Spiel unbemerkt Daten auf der Festplatte. Shah wertet die Aufzeichnungen aus und wird so in seiner Aktion selbst zum Überwacher.  Dabei durchlebt er das neue Kontinuum der Staatmaschinerie, das in Zeiten der Angst auf den Bürger niederprasselt. Videomitschnitte, Videostills und Arbeitsblätter werden in einer Interimsshow öffentlich präsentiert.

 

Sandip Shah  arbeitet seit 2002 mit dem Thema Überwachung.
U.a. 1 Jahr b.k.i. Schaufenstermenschen, Lauteschläger live,
2 Stunden auf und ab,  Straßenmenschen
Sommer 2006.


21. Ausstellung
10.09. bis 29.10.2006
"girls meet boys" - Projekt : Schlafzimmer

Im Bett räkelt sich eine junge Frau. Per Videodokumentation agiert eine Performerin. Der Hausherr empfängt die Gäste im Pyjama....

So beginnt nach der Sommerpause am 10. September die Ausstellung in der bewohnten Kunstinstallation in Darmstadt. In einem von Sandip Shah inszenierten  Schlafzimmer zeigen Künstler durch unterschiedliche Positionen ihre Berührungspunkte zum anderen Geschlecht.

Hans Petri aus Frankfurt nimmt mit Fotos und Zeichnungen Stellung zum Thema. Werner Neuwirth aus Rüsselsheim entwickelt komplexe Geschichten in Mischtechnik. Der Darmstädter Christoph Kappesser fokussiert in seinem bildhauerischen Werk den Blick auf Weiblichkeit. Und Shah´s Ölmalerei strotzt vor Leibeslust.

Ganz anders als ihre männlichen Kollegen arbeitet die einzige Künstlerin im „girls meet boys“ Projekt. Stefani Trojan, in Frankfurt und München zu Hause, verzichtet auf  bildnerische Objekte. Sie tritt in ihren Performances direkt in Kontakt mit Menschen und provoziert unerwartet  eine ungewohnte zwischenmenschliche Nähe. Damit sorgt sie auf subtile Weise für Erregung. 

Am 22. 9. anlässlich der langen Nacht der Musen kann man Stefani Trojan live und hautnah im b.k.i. erleben.


20. Ausstellung
01.07. bis 27.08.2006
"Terror Romantik II"

Dauer Schaufensteraktion von Sandip Shah

                  

   


19. Ausstellung

22.04. bis 10.06.2006

"Stefan Bressel"

Projekt : Einzelzimmer

Parallel zum Licht-Kultur-Spektakel „Luminale 2006“ eröffnet Sandip Shah im b.K.I. das Projekt: „Einzelzimmer“ mit Stefan Bressel.

Der 1964 geborene Frankfurter Maler studierte u.a. bei Prof. Raimer Jochims an der Städelschule. In Darmstadt waren seine Arbeiten schon einmal in der Regionalgalerie zu sehen. Jetzt verwandelt er ab 22.4.06 in einer Ausstellung die bewohnte Kunstinstallation in eine fluoreszierende Farbwelt aus camouflageartigen Mustern. Hierfür hat er raumbezogen neue Bilder konzipiert.

„Die Fluoreszenz bildet zusammen mit der Phosphoreszenz einen besonderen Fall der Lumineszenz. Da die erregten Strahlen eine größere Wellenlänge haben als die erregenden, ist es möglich außerhalb des Sehbereiches liegende z.B. ultraviolette Strahlen oder Röntgenstrahlen

durch Fluoreszenz sichtbar zu machen... “, so der Künstler über seine von ihm verwendeten Kaseinfarben.

Doch nicht nur die Leuchtkraft der Pigmente sondern auch Symmetrie, Spiegelung und immer wiederkehrende Formen sind im Werk Bressels signifikant. Er schafft Bildpaare, die sich wechselseitig aufeinander beziehen und selbstreflektorisch ihr eigenes Nebeneinander und Gegenüber in Frage stellen.

Wer im b.K.I. Platz nimmt, trifft auf eine gewaltige Energie von Farben und wird mit einer komplexen Fülle von undeutbaren Außenreizen konfrontiert. Im Zauber der Spiegelung erfährt der Betrachter Irritation und Verfremdung. Nur Wiederholung und Symmetrie bieten dabei der menschlichen Wahrnehmung die verlässliche Orientierung. Sinnlich emotionale Reaktionsmuster funktionieren.

 Zur Eröffnung um  18.00 Uhr spricht  die Kunsthistorikerin Meike Behm aus Frankfurt über das Werk von Stefan Bressel.

 Ab 20.00 Uhr beamt Sandip Shah im Rahmen der Luminale 2006  Portale von Kunstorten der Mainmetropole auf die große Schaufensterscheibe des b.K.I. Damit schafft er vor Ort urbane Schnittstellen als Frankfurt Transfer.


Eröffnung : Donnerstag 22.04.2006 um 18 Uhr

   

Luminale 06 Eröffnung : 22.04.2006 um 20 Uhr

(mehr Bilder unter Schaufensteraktion)


18. Ausstellung

06.04. bis 25.04.2006

"Terror Romantik"

Malerei / Interaktive Videoinstallation von Sandip Shah

Outdoor-Projekt in der Hafenküche/Offenbach
(Die Hafenküche von Anny und Sibel Öztürk)

Altmeisterliche Werke von Caravaggio, Rubens, Tizian o.a. sowie Bilder aus TV, Computerspielen und Internet sind Ausgangspunkt für Shah´s Pixelpigmentmalerei. Seine digitalen Montagen thematisieren die Ästhetik des Grauens, die Mischung aus Schönheit und Schrecken, der wir tagtäglich ausgeliefert sind. Der Künstler entwickelt in den Bildtafeln dramatisch überzeichnete Naturerlebnisse und theatralische Szenarien aus Geschichte und Neuzeit, die direkt oder assoziativ den Terror in sich tragen.

Welchen? Das kann der Betrachter selbst entscheiden.

In einer von Terror besessenen Gesellschaft hat er die Wahl zwischen Schönheitsterror, Kriegsterror, Lärmterror, Machtterror. Religionsterror, Sexterror, Medienterror, Konsumterror..........und neuerdings sogar Gebärterror.

In der Ausstellung hängen die unterschiedlichen Bilder zu Konglomeraten zusammengefügt. Trügerische Romantik transportiert Irritation.

Parallel dazu ist eine Videoinstallation aufgebaut, bei der der Besucher zum Terrorist werden kann.


Eröffnung : Donnerstag 06.04.2006 um 19 Uhr

                  

   


17. Ausstellung

19.02. bis 02.04.2006

"Erste Hamburger Eremitagen Plantage"

Projekt : Einzelzimmer

Wer an der Hochschule für Gestaltung (H.f.G.) in Offenbach Malerei studieren möchte, kommt schon seit 20 Jahren nicht um Adam Jankowski herum. Hier leitet der Kunstprofessor den Malersaal und wacht über die Entwicklung der Nachwuchstalente. Auch Sandip Shah sah sich am Anfang seiner Ausbildung mit ihm konfrontiert. Jetzt lädt der Darmstädter Künstler seinen ehemaligen Lehrer ins b.K.i. zu einer Ausstellung ein. Der Meister steht im Mittelpunkt des Projektes: „Einzelzimmer“.

In seiner b.K.i. Installation "Erste Hamburger Eremitagen Plantage" rekonstruiert Adam Jankowski die kontemplative Arbeitssituation seines Hamburger Ateliers in Form eines Dialogs seiner Malerei mit exotischen Pflanzen und afrikanischen Fetischen.

Adam Jankowski: "In meinem Atelier gedeihen die Bildeinfälle wie Pflanzen auf einer gut geführten Überseeplantage. Die Ausbeute ist enorm. Meine in bewusster Isolation gemalten Eremitage-Landschaften führen den Betrachter an meine einsamen Erholungsorte in imaginierter Natur. Jedes Bild ist eine köstliche Frucht für die Vorratskammer der Erinnerung. Doch nicht jeder bekommt Zutritt zum Paradies des erfüllten Sehens, denn die Sonnenbrillen der Trivialisierung trüben den Blick ins Innere der Dinge. Die zornigen Fetischfiguren bewachen die Bilder vor neugierigen Blicken der Unbefugten."

Schon einmal, 1990, hatte Jankowski in Darmstadt eine große Ausstellung - damals im Hessischen Landesmuseum. Der gebürtige Danziger kam als 13-jähriger nach Wien und zog erst später in seiner Studienzeit nach Deutschland. Er lebt in Hamburg und pendelt regelmäßig nach Hessen. Zur Eröffnung der Ausstellung wird er anwesend sein.


Eröffnung : Sonntag 19.02.2006 um 17 Uhr

            

   


16. Ausstellung

20.11. bis 24.12.2005
"Hang up for Christmas 2" - Projekt : Wohnzimmer

Ob Kunstwerke gekauft, gesammelt oder inszeniert werden, immer müssen sie sich gegen äußere Reize behaupten und verändern so im Kontext ihre Erscheinung. Ein wichtiger Bestandteil des Konzeptes für dieses Wohnzimmer-Projekt ist es, dass ausschließlich das Publikum im b.k.i. die Bilder an die Wand hängt und somit ein Spiel mit der Wahrnehmung erlebt. Für die Dauer der veränderbaren Ausstellung wird jeder Besucher zum Koordinator und kann immer wieder neu auf-, ab- und umhängen.Circa 100 verschiedene, verkäufliche Arbeiten von 17 Künstlerinnen und Künstlern stehen für die Aktion bereit.


Eröffnung : Sonntag 20.11.2005 um 17 Uhr

                     


15. Ausstellung

11.09. bis 14.11.2005
"Shah meets history" - Projekt : Salon

Ein Hauch von Fin de Siècle weht durch die Rauminstallation von Sandip Shah, die ab 11. September 2005 im b.k.i. zu sehen ist.

Im feinem Salon werden Gäste zum Tee gebeten. Die Welt ist in Ordnung. An den Wänden prangen wuchtige altmeisterliche Bilder in pompösen Goldrahmen aufgereiht wie in einer Ahnengalerie. Entspannt und selbstgefällig kann man sich vor den Zeugnissen unserer Kunst- und Kulturgeschichte zurücklehnen. Solange man die Protagonisten nicht kennt, die sich auf den Gemälden dramatisch  umbuhlen, entblößen, bekämpfen– oder gar abschlachten, ist man geneigt, sich den romantischen Sehnsüchten nach der guten alten Zeit hinzugeben...

Doch dann wird man gewahr, daß sich Shah für seine b.K.i.- Inszenierung nicht ganz jener ehrwürdigen Orginaldokumente bedient, die in den Schatztruhen von Louvre oder Prado lagern.

Seine theatralischen Bildtafeln irritieren. Überall tauchen überraschend unsere gegenwärtigen Politikonen auf. Unmerklich betreten sie die allegorische Bühne, als hätten sie dort schon immer ihren Platz. Ob Bush, Schröder, Stoiber, Gysi oder Merkel, die schöne blonde Pfarrerstochter aus dem Osten, alle sind sie vertreten und spielen ihre Rolle. Dabei entstehen bisweilen  hintersinnige, satierische Bildrealitäten.

Der Künstler Sandip Shah sucht sich für dieses Projekt vorwiegend dynamische Werke von Rubens .Aber auch Tizian und Andere dienen als Vorlagen, die er digital bearbeitet, auf grosse Holzplatten aufzieht und in mehren Schichten übermalt. Er visualisiert dem Betrachter, daß die Köpfe zu allen Jahrhunderten austauschbar sind und vor allem, daß sich Geschichte wiederholt.

Problemlos  vernetzen sich unsere heutigen Führer mit der Illusion in klassischen bis antiken Szenarien. Überquellende Fülle, barocke und heroische Schönheit in vollkommener Welt assoziieren politisches Zeitgeschehen.

Daß im September Neuwahlen in Deutschland sind, stand zum Zeitpunkt der Ausstellungskonzeption noch nicht fest. Aus aktuellem Anlaß verschärft sich der Blickwinkel auf die Installation. Trügerische Romantik enthält neues Gewicht.


Eröffnung : Sonntag 11.09.2005 um 17 Uhr

                     


14. Ausstellung

19.06. bis 23.8.2005
Jürgen Lorenz - Projekt : Gästezimmer

In den Sommermonaten kommt der in Luzern lebende Maler Jürgen Lorenz auf Einladung des Darmstädter Künstlers Sandip Shah für eine 9- wöchige Kunstaktion nach Darmstadt ins b.K.I.
Dort wird für ihn mit Bett, Stuhl und Tisch ein bescheidenes Gästezimmer eingerichtet, in dem er öffentlich im Schaufenster wohnt, arbeitet und Teil einer permanenten Installation wird.
In seinem künstlerischen Schaffen setzt sich Lorenz seit 1991 mit Variationen eines Zeichens auseinander. Aus dieser abstrakten, konzeptionellen Werkserie stellt er im Gästezimmer einige Exemplare vor. Er hat Ölbilder und Lithografien im Reisegepäck mitgebracht.
Seit kurzem beschäftigt sich der Maler außerdem mit dem mathematischen Zeichen Pi. Diesen Forschungssprozeß setzt er im b.k.i. fort und läßt dabei Darmstädter Eindrücke auf sich wirken . Das Publikum kann die Arbeit des Künstlers vor Ort verfolgen und mit ihm diskutieren. Außerdem liest Lorenz jeden Dienstag auf Wunsch für alle Besucher im Gästezimmer Märchen vor.

1.Eröffnung : Sonntag 19.06.2005 um 17 Uhr

2.Eröffnung : Sonntag den 07.08.2005 um 17 Uhr

                     


13. Ausstellung

27.02. bis 23.05.2005
Sammlung Rausch - Projekt : Wohnzimmer

Eine ungewöhnliche Dokumentation zeitgenössischen Kunstgeschehens zeigt Sandip Shah ab 27. Februar im b.K.i. in Darmstadt.
Insidern sind die Sammler Hartmut und Helga Rausch ein Begriff. Sie leiteten einen Campingplatz bevor sie 1993 den Hausmeisterposten an der Städelschule in Frankfurt am Main übernahmen. Seither erleben sie täglich, wie Kunst entstehen kann, entwickeln sich nach und nach zu ambitionierten Ausstellungsbesuchern und lernen durch ihren Job die verschiedensten Künstlerpersönlichkeiten vieler unterschiedlicher Nationen kennen.
Vom Beginn ihrer Tätigkeit an sammeln sie in ihrer Privatwohnung mit großer Begeisterung künstlerische Arbeiten von den Menschen, die ihnen vertraut sind und von denen sie eine Geschichte wissen.
Rauschs sind weder Kunstexperten noch haben sie kommerzielle Interessen. Sie sehen - wie Antoine de Saint-Exupérie es formuliert hat - nur mit dem Herzen gut. Ihre Sammlung besteht vorwiegend aus Schenkungen von Professoren, Studenten oder Absolventen der Städelschule. Nur manchmal tätigen sie einen Ankauf.
An kaum einem Ort ist die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der Kunst so offen, intensiv und vielschichtig wie an einer Akademie. Dem entsprechend sind die Malereien, Fotos, Zeichnungen und Objekte der Rausch-Kollektion in gleichem Maße hochkarätig wie kurios und verspielt.
Etablierte Namen wie z.B. Ayse Erkmen, Christa Näher, Hermann Nitsch, Thomas Bayrle, Per Kirkeby oder Peter Angermann sind ebenso vertreten, wie viele andere, die man vielleicht in der breiten Öffentlichkeit noch kaum gehört hat.
Shah hat die Schau mit den rund hundert verschiedenen Exponaten so inszeniert, wie es dem Sammelcharakter im privaten "Rausch- Wohnzimmer" entspricht.
Dicht gedrängt reiht sich bunt ein Werk ans andere. Passend oder nicht, die Bilder müssen sich behaupten, stehen für sich und trotzdem sind sie im Kontext zu lesen.
Den lapidaren Satz privater Kunstinteressenten: "....ich würde gerne etwas kaufen, aber es passt nicht in die Wohnung......", kennen die Rauschs nicht. Für sie ist ihre Kunst wie eine Familie mit ungleichen Mitgliedern. Gerne sitzen sie mittendrin auf ihrem braunen Sofa. Doch das bleibt im b.K.i. leer, weil Helga und Hartmut arbeiten müssen. Vorübergehend nimmt Sandip Shah, der ehemalige Städelschüler mit seinen Gästen hier Platz. Der Blick auf die Familie verändert sich. Auch Passanten von der Strasse kommen hinzu.

        


Eröffnung : Sonntag 27.02.2005 um 17 Uhr

Finissage : Samstag 21.5.2005 ab 20 Uhr


12. Ausstellung

28.11.2004 bis 1.2.2005
Projekt :Einzelzimmer
mit Malerei von Julia Philipps

Bei ihren Grüns kann man das Gras wachsen hören und manche Farben machen Appetit ... Zur ersten "one woman show" in der bewohnten Kunstinstallation hat Sandip Shah die Malerin Julia Philipps eingeladen. Die 1968 in Santiago de Chile geborene HfG Absolventin lebt heute in der Wacker-Fabrik in Mühltal. Sie erhielt 1995 das Charlotte Prinz Stipendium und 1997 den Sezessions Föderpreis. Ihr Arbeitsschwerpunkt in den letzten Jahren ist die Farbfeldforschung.

Zu sehen sind neue Leinwände zum Thema "Marlene", pastose Strukturbilder und Fotoübermalungen. Außerdem werden Arbeiten aus den Werkblöcken "next step" und "Städtebau" gezeigt. Dazu ist das "Einzelzimmer" bestückt mit persönlichen Accessoires der Künstlerin und kleinen gesammelten Gegenständen. "Bilder sind mein Leben und das, was mich umgibt" (J.Ph) Mit der facettenreichen Installation, einer Mischung aus künstlerischen Werken und schlichten privaten alltäglichen Objekten gelingt ein Transfer zwischen Atelier -u. Wohnraum der Malerin und dem Ausstellungsort. Der Besucher gewinnt einen Einblick in die unmittelbaren Sehgewohnheiten der Malerin und ihre klaren, kraftvollen Bildwelten.

Eröffnung : Sonntag 28.11.2004 um 17 Uhr

                     


11. Ausstellung

11.9. bis 9.11.2004
Projekt :Lesezimmer
mit Textmontagen, Bildern und Buchobjekten von :
Paul Hermann Gruner und
Hannes Pohle

Das 11. b.k.i. Projekt steht unter dem Motto :"Lesezimmer". Für dir diese neue Installation im interaktiven Kunstraum in der Lauteschlägerstrasse 5a hat Sandip Shah die beiden Darmstädter Künstler Paul Hermann Gruner und Hannes Pohle gewinnen können. Zwischen Bücherregalen, Büchern, Bildern, Sessel und Sofa werden projektbezogene Kunstwerke gezeigt.
Gruner konzentriert sich auf Bücher, die nie erscheinnen werden. Er zeigt Rohlayouts von Buchumschlügen. Es sind trockene , bissige, hintersinnige Textmontagen für Hüllen , die nie gefüllt werden ,weil der Markt und die Gesellschaft es vielleicht nicht zulassen. So bleibt nur die Vorstellung von dem was geschrieben stehen könnte im Standardwerk der Mc Donald's Verköstigungs-gesellschaft oder in George Dabbelju Bush's Songbuch.
Ganz und gar nicht lesbar sind die Bücher von Pohle. Er stellt farbige, symboltrüchtige Buchobjekte ins Regal, die man anschauen, anfassen und teilweise hören kann - z.B. klingende Opernführer, vernagelte Bücher, Sparbücher und Buchskulpturen.
Hannes Pohle der sonst durch grossformate Informelle Acrylmalerei bekannt ist, unternimmt von Zeit zu Zeit gerne Ausflüge auf spielerische Nebenschauplätze. Im Lesezimmer der bewohnten Kunst Installation verteilt er mit Gruner ironisch witzige Seitenhiebe auf die bundesrepublikanische Lesegesellschaft.

Eröffnung : Samstag 11.9.2004 um 19 Uhr

                     

      


10. Ausstellung Vom 1.7. bis 1.9.2004 b.k.i Outdoor Projekte

"Kunsthalle Sandwiese"

Kunst auf 700 qm

in Alsbach-Sandwiese

Eröffnung ist am Freitag den 13.August um 19 Uhr.

Mit Arbeitsergebnissen der Künstlerinnen und Künstler:

Elke Emmy Laubner
(Malerei/Fotografie),
Patrick Reischel
(Interdisziplinäre Kunst),
Cornelia Thomsen
(Malerei),
Nikolaus Heyduck
(Klanginstallation "SOWIESO"),
Hannes Pohle
(Malerei),
Sandip Shah
(Wohnzimmer/Strandbar),
Sandra Mann
(Fotografie),
Beatrix Pohle-Stiehl
(Fotografie/Installation),
Eva Weingärtner
(Arbeit Null - Performance),
Dirk Krecker
(Installation/Zeichnung),
Oliver Tächsen
(Zeichnung),
Chill u. Akro,
Simon Rauh (Video),
Sonja Nagel u. Jan Theissen
(Architektur- Sitzstrucktur)

Drei Kunsttage mit Performace, Video, Konzert, Live-Spray-Aktion, Installation und Strandbar.

Parallel im b.K.i.:
Ortsvernetzung durch fortlaufende Videoübertragung aus der
Kunsthalle Sandwiese ins Schaufenster.


10b. Ausstellung 01.07. bis 01.09.2004
b.k.i. Schaufenster Aktion :

Ortsvernetzung
Kunsthalle Sandwiese - b.k.i.


Das b.k.i. organisiert in den Sommermonaten ein Outdoor-Projekt Mit dabei sind Maler, Musiker, Architekten, Zeichner, Fotografen, Filmer, Performance - und Installationskünstler. Circa 700 qm Lagerhalle im Gewerbegebiet Alsbach-Sandwiese werden kurzerhand in einen provisorischen Arbeits-, Denk- und Ausstellungsraum.
umgewandelt. Vorort , auch im Aussenbereich, nehmen Künstler mit sich und ihren Werken Einfluss und Bezug auf ein leerstehendes funktionales Gebäude. Und umgekehrt inspiriert die Anlage das künstlerische Schaffen.
Dieser Prozess wird fortlaufend fotografisch und filmisch von Beatrix Pohle-Stiehl und Sandip Shah dokumentiert und zeitgleich auf DVD ins b.K.i-Schaufensterübertragen. Darmstädter Passanten nehmen virtuell teil am Outdoor Geschehen in der Sandwiese. Kunstinteressierte können aber auch live in der Kunsthalle dabei sein.

                     

                     

                     

                     

                     

                     

                     

                     

                     

                


9. Ausstellung

10.9. bis 7.11.2004
Outdoor - Projekt "Was is(s)t ein Künstler?" Part II
mit den Essphotoserien von:
Patrick Reischel_Adam Jankowski_Ute Ritschel
Heidrun Finke_Kurt Wilhelm Hofmann_Frank Schylla
Marco Hölzel_Jacky Rohleder_Cornelia Thomsen
Beatrix Pohle-Stiehl_ Katrin Trost_Jörn Heilmann
Berit Klahsen_Elke Emmy Laubner_Eva Weingärtner
Volker Steinbacher_ Marcus Sendlinger_Simon Rauh
Karl Franz_Sonja Nagel_Sandip.D.Shah._ Sandra Mann
Zuzanna Skiba_ Jan Theissen_Julia Philipps_Zhu Chou
Annette Stricker_Dirk Krecker_ DjD u. MCE

Seit 2002 lebt der Künstler und Kurator Sandip Shah dauerhaft und halböffentlich in der bewohnten Kunst Installation in Darmstadt.
Dort finden kontinuierlich interaktive Projekte und Ausstellungen statt bei denen Sandip Shah andere Künstler und deren Kunst in seine Aktionen mit einbezieht.
Von Februar bis Juni 2004 konnte man im b.K.i. das Esszimmer erleben, das nun als zweites Outdoor-Projekt in Form einer Wanderausstellung nach Offenbach kommt und im Kunstraum Portekussi gezeigt wird.
Die veränderte Ortssituation nimmt Einfluss auf die b.k.i. Installation und wird vor Ort neu konzipiert.

Mehr als 29 Künstlerinnen und Künstler aus dem Bereichen bildende Kunst, Musik, Film, Theater, Literatur, Architektur und Design haben sich auf Einladung von Sandip Shah bereit erklärt, einige Tage ihre Mahlzeiten fotografisch zu dokumentieren.
Die so entstandenen Fotos , jeweils akribisch mit Entstehungstag, Uhrzeit und Ortsangabe versehen, sind Bestandteil einer Installation von Sandip Shah, in der die Zusammenhänge zwischen künstlerischem Schaffen, Essgewohnheiten, Vita und Publikationen erforscht werden können.
Der aufmerksame Beobachter erfährt beim genauen Blick im Portikussi Privates. Er sieht, wie der Werber im Urlaub seinen Oktopus vertilgt und daß der Architekt seine Mahlzeit schon beim Einkauf im Supermarkt plant.
Dagegen speist der Professor für Malerei gerne ästhetisch und die Opernsängerin blickt zum Frühstück morgens nur auf eine Banane.
Besucher sind eingeladen am Esstisch Platz zu nehmen. Es ist gedeckt. Gemeinsam kann die Frage diskutiert werden, ob der Mensch ist, was er isst, ob er arbeitet, wie er isst, oder ............ ob das vielleicht bei Künstlern alles ganz anders ist.

Eröffnung : Samstag 10.9.2004 um 19 Uhr


8. Ausstellung

22.2. bis 26.6.2004
"Was is(s)t ein Künstler?"- Projekt :Esszimmerr
Mit Exponaten der unten genanten Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen : bildende Kunst,Musik
, Film,Theater,Literatur,Architektur und Design.

Nach den bisherigen b.K.i. Projekten "Wohnzimmer", "Nichtraucher-Bar" und "Kinderzimmer" wird aus Sandip Shah¹s interaktivem Kunstraum ab Februar 2004 für vier Monate ein Esszimmer.

Mehr als 40 Künstlerinnen und Künstler haben sich auf Einladung bereit erklärt, einige Tage ihre Mahlzeiten fotografisch zu dokumentieren. Die so entstandenen Fotos- jeweils akribisch mit Entstehungstag, Uhrzeit und Ortsangabe versehen – sind Bestandteil einer zweiteiligen Installation von Sandip Shah , in der die Zusammenhänge zwischen künstlerischem Schaffen, Essgewohnheiten, Vita und Publikationen erforscht werden können. Der aufmerksame Beobachter erfährt beim genauen Blick im b.K.i. Privates. Er sieht, wie der Werber im Urlaub seinen Oktopus vertilgt und daß der Architekt seine Mahlzeit schon beim Einkauf im Supermarkt plant. Dagegen speist der Professor für Malerei gerne ästhetisch und die Opernsängerin blickt zum Frühstück morgens nur auf eine Banane.

Zwischen diesen Ess-Bild-Serien präsentieren sich im Kontrast exemplarische Werke der mitwirkenden Künstlerinnen und Künstler.

Besucher sind eingeladen in der bewohnten Kunstinstallation am eckigen Esstisch Platz zu nehmen. Der Hausherr hat gedeckt. Gemeinsam kann die Frage diskutiert werden, ob der Mensch ist, was er isst, ob er arbeitet, wie er isst, oder ............ ob das vielleicht bei Künstlern alles ganz anders ist.

Eröffnung 1.Teil : Sonntag 22.2.2004 um 17 Uhr

Eröffnung 2.Teil : Sonntag 25.4.2004 um 17 Uhr

                     

V.Steinbacher  J.Rohleder   E.E.Laubner    S.Mann

 

                     

J.P.Reuter    P.Reischel   E.Weingärtner   K.Franz

 

                     

M.Hölzel        S.M.u.M.S.      R.Held          S.Rauh

 

                     

C.Thomsenr    B.P.-St.          D.Krecker      Z.Skiba

 

                     

Jaro              J.Heilmann      J.Theissen     H.W.Lotz

 

                     

A.Jankowski    G.Bender        V.Guther       M.Sendlinger

 

                     

K.Trost          M.L.Frey         K.W.Hofmann   D.A.Michel

 

                     

S.Shah            DjD.u.MCE      O.Tüchsen     A.Stricker

 

                     

M.Schumacher    S.Nagel        H.Finke       H.D.Bürkle

 

                     

F.Schylla          Z.Chao         B.Klahsen   J.Philipps

 

        

U.Ritschel     M.Graf

 


7. Ausstellung

12.10.2003 bis 29.01.2004
Projekt : Kinderzimmer
Mit Exponaten
der Künstlerinnen Dorothea Bido, Ute Döring, Margot Middelhauve und Julia Philipps.

b.K.i.

Unterschiedliche Wahrnehmungsebenen miteinander zu konfrontieren oder zu verknüpfen ist inzwischen bekanntes Konzept der bewohnten Kunst Installation in der Lauteschlägerstrasse 5a. Ab Mitte Oktober, genau dann, wenn der vorweihnachtliche Konsumrausch wieder so langsam seinen alljährlichen Lauf nimmt und vielfach unsere Sinnesorgane in den Läden attackiert werden, verwandelt Sandip Shah seinen interaktiven Kunstraum in ein buntes Kinderzimmer.

Carrera Bahn, Playmobil - Burg, Laufstall ,Krabbelecke, schrille Spielzeuge aller Art und Kindervideos (unterstützt durch Faix & Söhne Spiel + Spaß Darmstadt) empfangen den Besucher schon direkt an den Tür.

Doch was haben Kunst und Kinder miteinander zu tun? Ganz einfach: Sandip Shah hat für dieses neue Projekt ausschließlich Künstlerinnen eingeladen, die allesamt auch Mütter sind: also Kinder haben große und kleine .

Die Werke der Frauen präsentiert der Künstler und Hausherr des b.K.i inmitten der kindlichen Erlebnis -und Spielewelt. Somit wird die gelebte Synchronerfahrung der Künstlerinnen sichtbar gemacht.

Kontrastierende Welten treffen aufeinander, erforschen sich unabhängig und sind dennoch symbiotisch miteinander verbunden. Während die "Kleinen" auf alles neugierig sind, was jenseits der klassischen Ästhetik nicht für gut befunden wird, entwickeln die Künstlerinnen oft zeitgleich eine strenge Sicht auf die Welt und ihre Phänomene.

Mit und ohne Nachwuchs werden kunstinteressierte b.K.i Besucher in der Installation ihren Spaß haben.

Hat man erst einmal den kindlichen Jahrmarkt ohne stolpern durchschritten, um an den Wänden nachdenklich und konzentriert die Kunst der Mütter zu erfassen, quakt garantiert aus dem Monitor eine Comicfigur dazwischen und führt abrupt wieder zurück zu dem farbigen Lärm.

Erwachsene werden vom Sog der eigenen Vergangenheit eingeholt.

Eröffnung Sonntag 12.10.2003 um 17Uhr

                


6. Ausstellung

13.7.2003 bis 25.9.2003
neues Projekt: NichtraucherBar
Mit Exponaten von:
Fehmi Baumbach, Beate Katz, Patrick Reischel

b.K.i.

In den Sommermonaten verwandelt Sandip Shah seinen interaktiven Kunstraum in der Lauteschlägerstrasse in eine Nichtraucherbar.

Wer bisher in der bewohnten Kunstinstallation als Wohnzimmergast auf einem gemütlichen, weißen Ledersofa Platz nehmen durfte, muss jetzt mit einem Barhocker vorlieb nehmen.
Beate Katz, die Darmstädter Textilkünstlerin, geb. 1966, hat eigens hierfür mehrere Gebrauchsstühle geschaffen. Sie sind so knallbunt wie ihre großen Sfoffkonglomerate, die ebenfalls Raum bezogen konzipiert wurden und Ordnung in Frage stellen.

Die eigentliche Bar, gemeinhin mit dem leichten Beigeschmack des verruchten Nachtlebens behaftet, präsentiert sich hell, wasserblau, rauchfrei und irritierend. Aus ca. 80 aufgetürmten Selterswasserkästen besteht die inszenierte Theke, an der sich drink - Begeisterte sogar ihr farbiges Wasser kreieren können.

Von der Decke aus baumeln in Klarsichtfolie eingeschweißte tote Fische, Fleischstücke, Pflanzenteile. Die nur vorübergehend haltbaren Beutel assoziieren Essbares. Sie stammen von dem interdisziplinären Frankfurter Künstler Patrick Reischel, geb 1973, der auch mit weiteren Werken vertreten ist.

Ganz anders arbeitet die dritte Ausstellerin im Projekt: Nichtraucherbar. Es ist Fehmi Baumbach aus Berlin, geb. 1971. Sie bezieht scheinbar eine heile Welt-Position. Aber mit ihren gemalten Interieurs durchbricht sie die Baridylle in ganz subtiler Weise. Auf kleinen Blättern beschreibt sie präzise unsere alltäglichen Wohnraumsituationen. Und das sind genau die Erinnerungsbilder, denen im allgemeinen die Barbesucher vorübergehend zu entfliehen versuchen.

Eröffnung Sonntag 13.7.2003 um 17Uhr

        


5. Ausstellung

26.4. - 26.6.2003
"Ein Jahr Schaufenstermenschen" - Projekt:Wohnzimmer

Anlässlich des einjährigen Bestehens der bewohnten Kunst Installation in der Lauteschlägerstrasse 5a zeigt Sandip Shah Bilder von Menschen, die täglich in sein Schaufenster hinein schauen .
Der Künstler hat monatelang Tag und Nacht von seinem Wohnzimmer aus hinaus auf die Lauteschlägerstrasse gefilmt.
Aus dem umfangreichen Video Material entstanden digitale Collagen, Videostills und filmische Zusammenschnitte , die in der derzeitigen Installation zu sehen sind.
Der interaktive Darmstädter Kunstraum läßt die Passanten selbst zu Akteuren und Teilen der Kunstwerke werden.

Für Besucher war das b.K.i. donnerstags 17 bis 20 Uhr und nach telephonischer Vereinbarung geöffnet.


4. Ausstellung

23.2.22003
"Akte X" - Projekt: Wohnzimmer
Mit Exponaten von:
Konietschke, Bender, Klahsen, Pohle-Stiehl, Kraft, Kovacs, Schämer, Kriesche, Pohle, u.a.

"Akte X"
In der akademischem Ausbildung ist es üblich, dass sich Maler, Bildhauer, Zeichner sowie Designer und Architekten irgendwann mit dem Aktzeichnen auseinandersetzen müssen.
Viele von Ihnen lässt dieses Thema ein Leben lang nicht mehr los.

Für sein 4. "Projekt Wohnzimmer" hat Shah ganz ver-schiedene Künstlerkollegen eingeladen. Er hat sie gebeten, Werke aus ihren jeweiligen Aktphasen oder ihrem derzeitigen Schaffensprozess zur Verfügung zu stellen.

Zu sehen sind deshalb im b.K.i.: klassische Akte, nackte Körper, gesichtslose Personen und menschliche Charaktere unter unterschiedlichen künstlerischen Aspekten.

Karsten Kraft, ein Städel Meisterschüler, präsentiert lebens-große Skulpturen und ist damit erstmals in Darmstadt vertreten.
Martin Konietschke, Gilbert Bender, Berit Klahsen, Beatrix Pohle-Stiehl, Géza Kovács, Franz Schämer, Johannes Kriesche, Hannes Pohle, Bernd Reich u.a. zeigen Zeichnungen, Bilder und Fotografien.


3. Ausstellung

8.12.2002
"hang up for christmas"
Mit Exponaten von:
Frey, Steinbacher, Katz, Laubner, Tüchsen, Philipps, Mann,
Schylla, Reuter, u.a.

"hang up for christmas"

Am 8. Dezember wird im b.K.i. Lauteschlägerstr. 5a die dritte Kunstschau eröffnet.
Der Ausstellungstitel: "hang up for christmas" ist gleichzeitig Konzept. Tatsächlich wird unter dem beleuchteten Weihnachtsbaum in der Wohnzimmerinstallation Kunst aufgehängt. Doch das Besondere :
Die Besucher wählen die vorhandenen Bilder aus und gestalten die Wände selbst.
10 Künstlerinnen und Künstler aus der Region beteiligen sich an diesem ungewöhnlichen Publikumsprojekt .
Erstmals in Darmstadt vertreten ist die Frankfurter Objekt und Foto Künstlerin Sandra Mann, deren Arbeiten auch im MMK Frankfurt zu sehen sind. Ebenfalls neu vorort präsentiert sich die Textil - Künstlerin Beate Katz, die bis vor kurzen noch in Hamburg lebte, und auch der Städelstudent Oliver Tüchsen gibt in dieser Ausstellung sein Debüt.
Marie Luise Frey, J.P. Reuter, Julia Philipps, Volker Steinbacher, Frank Schylla und Elke Emmy Laubner tragen außerdem zu den mehr als 100 Exponaten bei, die dauerhaft für die Aktion zu Verfügung gestellt werden.
Feinsäuberlich am Boden gestapelt vor weißen Wänden warten die Werke auf den individuellen Fremdeingriff des Publikums, durch den sich Raum und Sichtweise fortlaufend ändern werden.
Wer sich mit einem Bild angefreundet hat, kann es käuflich erwerben und das Wahrnehmungsspiel zu Hause fortführen.

Eröffnungsspektakel: 8.12.2002 : Sonntag 17 Uhr
Öffnungszeiten bis 23.12.2002 : täglich 17 -20 Uhr
ab 23.12.2002 : donnerstags 17 - 20 Uhr
Ausstellungsende : 30.1.2003

        


2. Ausstellung

1.9.2002
"30 Jahre Sandip Shah" - Projekt:Wohnzimmer

b.K.i.
Am Anfang war das Bild

"Sehend etwas zu erleben und zu begreifen gehört zu den frühesten Eindrücken des Menschen.........".

So schrieb der Künstler Sandip Shah in seiner Bewerbung zum Kunststudium 1994. "....Sprache und Schrift
folgen in unserer Entwicklung später"

Inzwischen hat der ehemalige Nitsch Schüler das Städelstudium erfolgreich absolviert und im Matinsviertel dauerhaft seine bewohnte Kunstinstallation eingerichtet, um Sehen erfahrbar zu machen.

In der zweiten Ausstellung der Reihe "Projekt: Wohnzimmer" präsentiert Shah seinen eigenen Werkverlauf. Von Kinderzeichnungen an über Jugend- und Studienarbeiten bis hin zur reifen Entwicklung kann der Besucher ausschnitthaft die Phasen des Schaffens nachvollziehen.
Der Darmstädter Künstler beschäftigt sich mit Malerei, Zeichnung, Video, überarbeiteten Fotos, Schriften und Installation.
Inhaltlich bleibt er über die Jahre konsequent. Er setzt in seiner Arbeit einen Kontrast, zu unserer rationalen von Technik und Materialismus geprägten Welt. Dabei benutzt Shah die archaischen Ausdrucksformen ebenso wie neue Medien.

Die Ausstellung: "30 Jahre Sandip Shah" wird am Sonntag,
den 1.September um 17 Uhr eröffnet. (bis 28.11.2002)

        


1. Ausstellung

Eröffnung des b.K.i. 26.4.2002
"5 Darmstädter Künstler zu Gast bei Sandip Shah" - Projekt:Wohnzimmer
mit Exponaten von Middelhauve, Pohle, Schäfer, Schylla, Rigorth